AfA-Koblenz zu Gast bei Betriebsrat der Koblenzer Verkehrsbetriebe

Pressemitteilung

Vorsitzender Martin Lips (3. v.l.), AfA-Vertreter und die Betriebsräte Hr. Golombiewski und Hr. Wirz (2. u. 3. v.r.)

Koblenzer ÖPNV im Umbruch

 

Die schwarz- und magentafarbenen Kleinbusse der koveb werden erst einmal ein ungewohnter Anblick auf den Koblenzer Straßen sein, wenn sie ab Dezember dieses Jahres auf den neuen Linien 26 und 29 die rechtsrheinischen Höhenstadtteile miteinander verbinden. Doch dies wird nicht die einzige Neuerung sein, die Ende des Jahres den öffentlichen Nahverkehr in Koblenz attraktiver machen wird. Der ÖPNV in Koblenz steht vor einem Umbruch und durch die Kommunalisierung der koveb stehen  allen Verantwortlichen große Herausforderungen bevor. Dies hat die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Koblenzer SPD um ihren Vorsitzenden Martin Lips zum Anlass genommen, das Gespräch mit dem Betriebsrat der koveb zu suchen, um die neue Situation aus Arbeitnehmersicht zu diskutieren.

In ihren Räumlichkeiten in der Schützenstraße gaben der Betriebsratsvorsitzende Harald Golombiewski und sein Stellvertreter Thomas Wirz Einblicke in die aktuellen Aufgaben und Probleme, die die Mitarbeitervertretung der koveb betreffen. Erfreulich ist die Nachricht, dass der Anfang des Jahres gefährlich werdende Mangel an Fachkräften im Bereich des Fahrdienstes mittlerweile kein Thema ist. „Der Fahrplanwechsel im Dezember machte eine Aufstockung des Fahrpersonals von etwa 50 Personen nötig. Aber hier werden wir gut aufgestellt sein und bis zum Start des neuen Fahrplans die Personaldecke geschlossen haben“, konnte Golombiewski berichten. Im Fahrdienst sind in wechselnden Schichten aktuell 180 Personen in Voll- und Teilzeit tätig, insgesamt hat die koveb 279 Mitarbeiter. Auch im Bereich der Ausbildung  ist der Verkehrsbetrieb gut aufgestellt. Die koveb ist Prüfungsbetrieb und bietet jährlich eine Azubi-Stelle als Kfz-Mechatroniker an, ab nächstem Jahr wird die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb hinzukommen, die neben dem Fahrdienst auch Bereiche wie Kalkulation, Fahr- und Dienstplanerstellung oder Kundenberatung beinhaltet.

Die Vertreter des Betriebsrates freuten sich über die gute Zusammenarbeit mit der Stadtspitze, berichteten vom geplanten Wechsel in den ‚Tarifvertrag Nahverkehr‘ des öffentlichen Dienstes und der generellen Abschaffung befristeter Verträge bei Neueinstellungen im Betrieb. „Dieses Beispiel sollte Schule machen“, zeigte sich Lips begeistert. „Der Kampf gegen Befristungen ist auch für die AfA ein großes Anliegen.“ Golombiewski und sein Kollege sprachen aber nicht nur positive Themen an, sondern auch Probleme, die seitens der Arbeitsgemeinschaft in die politischen Gremien weitergetragen werden. „Ein großes Manko sind fehlende Toilettenanlagen an den Endhaltestellen“, so Wirz. Außerdem wünschen sich die beiden Arbeitnehmervertreter eine größere Unterstützung des busbasierten ÖPNV durch das Land. Hier ist definitiv noch Luft nach oben“, ist sich Golombiewski sicher.

Martin Lips zog ein positives Fazit des Gesprächs: „Wir haben hier heute wirklich informative Einblicke gewonnen. Es ist gut, dass der ÖPNV nun in kommunaler Hand ist. Hier wird gute Arbeit geleistet. Unsere Aufgabe wird es sein, die angesprochenen Probleme an die entsprechenden Stellen weiterzugeben, um hier die koveb und vor allem ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen.“

 
 

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